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Drucken 01-10-2018 | Restaurants

Als Hort für Lebensart und Kochkunst öffnet sich die Traube Tonbach ab diesem Herbst auch für die bildenden Künste und wird zur 'Außenstelle' der Galerie Uli Lang.

Zentraler Termin der auf mehrere Wochen angelegten Ausstellung ist der Event „Kunst trifft Kochkunst", bei dem neben den Künstlern auch Spitzenkoch Torsten Michel seine "essbaren Werke" vorstellt.

TONBACH / BAIERSBRONN, 01. Oktober 2018 – Im Entree und den Hotelfluren, draußen auf den Grünflächen oder im kulinarischen Epizentrum, der Schwarzwaldstube, erleben Gäste der Traube Tonbach ab Oktober zeitgenössische Kunst. Die Galerie Uli Lang aus Biberach präsentiert Werke von sechs Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland und den USA in den Räumlichkeiten des Baiersbronner Traditionshotels. „Wir laden unsere Gäste ein, sich für die Kunst zu öffnen und die Zeit im Hotel zu nutzen, um die Unikate der spannenden Künstler zu entdecken", erklärt Sebastian Finkbeiner, der als einer der beiden Juniorchefs zusammen mit der Galeristin die jeweils richtige Bühne für die Unikate innerhalb des weitläufigen Resorts ausgewählt hat.

Das Spektrum der Ausstellungsstücke reicht von Werken des Stuttgarter Konzeptkünstlers Oliver Braig über farbenfrohe Skulpturen des Kaliforniers Brad Howe bis zu großflächigen Malereien der Ulmerin Sabine Tress. Der Werkstoff der Wahl für die aus Kiew stammende Olga Jakobs sind Textilien. Dass auch die Macht des Wortes eine Kunstform sein kann, zeigt Barbara Reck-Irmler, indem sie kraftvolle Sprache und Textilien zu dreidimensionalen Wortbildern verbindet. Dazu reihen sich spektakuläre, aus einem endlosen Metalldraht gezeichnete Plastiken der Kölner Künstlerin Sabine Straub.

Ergänzt werden die Exponate aus Metall, Holz, Stoff und Farbe durch essbare aus Reh, Wildhasen, Trüffel oder Herbsttrompeten. Während der offiziellen Ausstellungseröffnung am zweiten Novemberwochenende wird die Spitzenküche des Restaurants Schwarzwaldstube als Kunst zelebriert: „Was dem Künstler seine Werkstoffe, sind dem Koch seine Zutaten", beschreibt Kunstkennerin Uli Lang ihre Perspektive auf die Gemeinsamkeiten beider Disziplinen und verdeutlicht: „Kochen ist eine der ältesten Kulturtechniken des Menschen und kann sehr wohl eine individuelle Ausdrucksform wie die Kunst sein."

Die Frage, ob Kochen tatsächlich Kunst oder reines Handwerk ist, wird immer wieder diskutiert. Ersteres wird bei aufwändig angerichteten Tellern zwar gerne von Gästen attestiert, doch letzteres antworten selbst Spitzenköche mit höchsten kulinarischen Weihen. Torsten Michel, Küchenchef der vielfach ausgezeichneten Schwarzwaldstube, ist da keine Ausnahme. „Mit der Bezeichnung Kochkünstler tue ich mich schwer", gesteht der Drei-Sterne-Koch: „Für mich ist Kochen gutes, gekonntes Handwerk."

Dass der Koch anders als der Künstler mit seinem Handwerk nichts Beständiges schaffe, da von seiner Kunst im besten Fall nur ein genüsslich leer gegessener Teller zurückbleibt, stimmt jedoch nicht. Der Anspruch von Michels zeitloser Haute Cuisine ist flüchtige Optik zu schaffen, sondern einen Geschmackseindruck, der lange nachwirkt. Uli Lang und Sebastian Finkbeiner sind sich einig: „Mit der nötigen Kreativität kann aus Können Kunst werden – im Atelier genauso wie in der Küche." In der Traube Tonbach können sich Gäste selbst ein Bild machen.

Daniela Heykes
ROOM426. RelationsNetzwerk für Esskultur und Medien

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Maren Krebs
Traube Tonbach
Assistentin der Geschäftsleitung
Familie Finkbeiner KG

 

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