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Drucken 29-07-2015 | Einrichtung+Ausstattung | Digitalisierung

Der Informationsgehalt von Lebensmitteletiketten für den Verbraucher

Lebensmitteletiketten sind Kennzeichnungsmittel, die dem Verbraucher ermöglichen sollen, die Eigenschaften und Bestandteile von Lebensmitteln zu erkennen und dadurch seine Kaufentscheidung zu erleichtern. Die ab dem 13.12.2014 gültige Verordnung (EU) 1169/2011 schafft europaweit einen weitgehend einheitlichen Rechtszustand, sodass Verbraucher europaweit auf detaillierte Kennzeichnungsregelungen vertrauen kann. Lebensmitteletiketten müssen - gegebenenfalls in Kombination mit dem Verpackungstext - die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestangaben enthalten, können jedoch auch freiwillige Zusatzangaben wie Gütesiegel u.a. tragen.

Die gesetzlichen Mindestanforderungen

Lebensmitteletiketten sollen dem Verbraucher eine schnelle Orientierung über die Produkteigenschaften eines Nahrungs- oder Genussmittels ermöglichen. Daher hat der Gesetzgeber umfassende Regelungen getroffen, die es ihm ermöglichen, alle für seine Kaufentscheidung relevanten Fakten zu erfahren. Dazu gehören insbesondere folgende Regelungen:
- Verordnung (EU) 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel (Lebensmittelinformationsverordnung / LMIV);
- Verordnung (EU) 1924/2006 betreffend nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben bei Lebensmitteln (sogenannte Health Claims-Verordnung);
- EU-Verordnung über die Kennzeichnung von Lebensmittel-Farbstoffen;
- Pflicht zur Kennzeichnung von Zutaten, die allergische Reaktionen oder sonstige Unverträglichkeitsreaktionen auslösen kennen;
- Verordnung (EU) 872/2012 über die Kennzeichnung chemisch definierter Aromastoffe;
- Kennzeichnung von Zusatzstoffen, die die Eigenschaften von Lebensmitteln verbessern bzw. deren technologische Verarbeitung erleichtern sollen;
- Mitteilung von Mindesthaltbarkeitsdaten und Verbrauchsdaten.

Das Lebensmitteletikett als aussagefähiges Mittel für die Kaufentscheidung des informierten Verbrauchers

Lebensmitteletiketten müssen bestimmten Anforderungen genügen, wenn sie ihre Kennzeichnungsfunktion wirksam erfüllen sollen. Dabei spielen die in der LMIV niedergelegten Vorgaben eine zentrale Rolle. Bei Online Etiketten-Druckereien wie z.B. e-tikett.de findet man Etiketten, die eine gesetzeskonforme Kennzeichnung zahlreicher Produkte ermöglichen. So müssen Etiketten und Verpackungsaufschriften eine Mindestschriftgröße von 1,2 mm - bezogen auf das kleine "x" - aufweisen. Zutaten sind im Zutatenverzeichnis durch Großbuchstaben, Fettdruck oder farbliche Kennzeichnung optisch hervorzuheben. Nährwertangaben müssen in Tabellenform Angaben zum Brennwert, zum Fettgehalt, zu gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz - jeweils bezogen auf 100 ml bzw. 100 g - enthalten. Bei gefrorenen Produkten ist das Einfrierdatum anzugeben. Pflanzliche Öle und Fette sind nach ihrer pflanzlichen Herkunft auszuweisen. Bei frischem, gekühltem oder gefrorenem Schweine-, Schafs-, Ziegen- und Geflügelfleisch ist seit April 2015 eine Herkunftskennzeichnung obligatorisch. Aus Einzelstücken zusammengesetzte Fleisch- und Fischprodukte (sogenanntes Klebefleisch) müssen eine entsprechende Kennzeichnung besitzen. Alle Zutaten aus technisch hergestellten Nanomaterialien sind im Zutatenverzeichnis entsprechen zu benennen.

Die Beachtung dieser gesetzlichen Vorgaben bewirkt, dass der Verbraucher alle für seine Kaufentscheidung relevanten Fakten zur Kenntnis nehmen kann. Freiwillige Zusatzinformationen auf dem Lebensmitteletikett wie etwa regionale Herkunftskennzeichnungen, Qualitäts- und Biosiegel, tragen oft werbenden Charakter, sind für die Produktauswahl des Verbrauchers aber oft ebenfalls relevant.

Redaktion gastronomie.de