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Drucken 10-04-2019 | Tourismus-Infos

Römer, Kelten und ganz viel Natur

Von den Städten Mainz, Trier und Saarbrücken erreicht man ihn in jeweils einer Stunde: den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Im ohnehin schon ländlichen Umfeld des Hunsrücks dehnt er sich auf rund 10.000 Hektar über den Höhen des Mittelgebirges aus. Der Nationalpark ist ein zunehmend beliebter Anziehungspunkt für Wanderfreunde und Erholungsuchende sowie für Naturfreunde.Markenzeichen des Nationalparks ist seine überdurchschnittlich hohe Biodiversität – also eine besonders große Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, durchsetzt von urigen Baumlandschaften. Eingerahmt wird der Hunsrück von vier Flüssen, die auch durch ihren Weinanbau bekannt sind: dem Rhein, der Mosel, der Saar und der Nahe.

Als so genannter „Entwicklungsnationalpark" darf im Nationalpark Hunsrück-Hochwald allmählich die Natur selbst das Zepter in die Hand nehmen und das Landschaftsbild verändern. Das schafft gute Lebensvoraussetzungen für besonders anspruchsvolle und rare Pflanzen und Tiere. Schon das Logo des Parks zeigt eines der Lebewesen, die hier ein natürliches Umfeld finden: die Wildkatze. Ihr Überleben ist deutschlandweit stark bedroht; im Hunsrück verbreitet sie sich dank guter Bedingungen verhältnismäßig stark. Aber auch seltene Vögel wie Schwarzspecht und Schwarzstorch entwickeln hier wachsende Populationen.

So abgeschieden der Hunsrück ist, so geschichtsträchtig ist er auch. So bildet etwa der keltische Ringwall im saarländischen Teil des Nationalparks ein imposantes historisches Monument inmitten der Wälder. Der Slogan des Parks „Natürlich, mit Geschichte!" bringt diese bis heute erhaltenen Zeugnisse der Vergangenheit zum Ausdruck.

Während der Nationalpark als solcher vor allem puristische Touristen anspricht, die städtischen Trubel und Hektik hinter sich lassen wollen, glänzt das unmittelbare Umfeld des Gebiets durch kulturelle Highlights. Vor allem die antiken Römer waren es, die der Region ihren Stempel aufgedrückt haben. Am deutlichsten wird das in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Hier locken Bauwerke wie die Porta Nigra, die Konstantin-Basilika oder die Kaiserthermen jährlich Tausende von Besuchern an.

Im Hunsrück selbst finden sich – außerhalb des Nationalparkgebietes, der ausschließlich der Natur überlassen wird – viele Dörfer und ein paar Kleinstädte mit guter Infrastruktur und einem steigenden Angebot an Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Auch wenn die Region maßgeblich durch ihren ländlichen Charakter geprägt ist, brauchen Touristen hier nicht zu fürchten, vollends isoliert zu sein. Die Unterbringungen sind zeitgemäß ausgestattet, wozu selbstverständlich Internet und Handynetzverbindungen gehören. So kann man nach seinen Streifzügen durch Natur und Kultur abends wie gewohnt seinen digitalen Vergnügungen wie Netflix, Facebook und digitalen Spielautomaten nachgehen. 

Da der Nationalpark Hunsrück-Hochwald erst seit ein paar Jahren besteht und die Region ohnehin noch als Geheimtipp gilt, kann man hier noch äußerst preiswert Urlaub machen. Gerade für Familien spielt dieser Faktor eine Rolle.

Foto: Red. gastronomie.de



Die Angebote sind vielfältig; so befinden sich etwa am Erbeskopf (dem höchsten Berg von Rheinland-Pfalz) ein Hochseilgarten, ein Mountainbike-Trailpark, eine Sommerrodelbahn sowie eine topmoderne Indoor-Multimedia-Ausstellung. Im Winter kann man hier Ski fahren. Täglich starten vom „Hunsrückhaus" am Fuße des Berges geführte Wanderungen, die von zertifizierten Rangern geleitet werden. Viele der Touren sind kostenlos. Und speziell für Kinder gibt es Workshops, Spielangebote, Märchenwanderungen und einiges mehr. Für kulinarische Freuden hält der Hunsrück Gasthäuser und Restaurants bereit, die von zünftigen Kartoffelgerichten bis zu heimischen Wildspezialitäten eine breite Palette leckerer Speisen auftischen.
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Autorin: Lena Pagels