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Drucken 13-05-2019 | Tipps & Tricks | Verschiedenes

Energieeffizientes Arbeiten in der Gastronomie

Der Energieverbrauch in der Gastronomie ist von einigen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Da es in diesem Bereich diverse Spezialisierungen gibt, ist es nicht möglich, eine allgemeingültige Vorgabe zur Energieeffizienz zu machen. Dennoch kann durch allerlei kleine Maßnahmen dazu beigetragen werden, dass der Verbrauch sinkt. Da der Begriff der Gastronomie per se breit gefächert ist, wird der Energieverbrauch durch verschiedene Kriterien maßgeblich beeinflusst. Um nun die Kosten für diese zu senken, kann erst einmal der eigene Stromtarif überprüft werden. Dies gelingt heutzutage spielend online über ein Vergleichsportal wie Stromvergleich.de. Auf diesem lässt sich der aktuelle Verbrauch Ihres Gewerbes schnell und zuverlässig sowie unverbindlich vergleichen. Aufgrund der individuellen Daten, wie Verbrauch und Postleitzahl, kann effektiv eine Gegenüberstellung realisiert werden. So haben Sie auf einen Blick die günstigsten und am besten bewerteten Anbieter übersichtlich zusammengefasst. Mit nur wenigen Klicks gelangen Sie dann zu einem eventuell günstigeren Versorger.

Jedoch gibt es Faktoren, die sie in Ihrem eigenen Betrieb umsetzen können, die ebenfalls bares Geld sparen. Wichtig ist dabei, dass Sie die Sensibilität Ihrer Mitarbeiter für die Punkte Energie und Umwelt schulen. Denn viele wissen schlicht nicht, welchen Einfluss der Energieverbrauch hat. Zudem finden sich gerade in der Gastronomie viele Kriterien, die für den Verbrauch entscheidend sind. Im Gastraum als Beispiel sind Faktoren wie die Klimatisierung, Beleuchtung und die Dichte der Sitzplätze ausschlaggebend. Auch das Speiseangebot beeinflusst den Verbrauch an Energie maßgeblich.

Kochverhalten

Gerade beim Kochverhalten ist es schwierig, Mitarbeiter dazu zu motivieren, Energie zu sparen. Das liegt zum einen daran, dass sich Automatismen gebildet haben, die so leicht nicht zu durchbrechen sind. Zudem fehlt in der Küche oftmals schlicht ein Anzeigegerät, über das die elektrische Leistung eingesehen werden kann. Wichtig ist in diesem Kontext, mit den Angestellten über bestimmte Punkte zu sprechen. Gute Beispiele hierfür sind die Bereitschaftshaltung und der Warmwasserverbrauch. Durch gezieltes sowie intensives Beraten und Motivieren des Personals kann in diesem Bereich erheblich eingespart werden.

Kälteanlage

Bei Kälteanlagen gibt es ebenfalls ein Einsparpotenzial, das je nach Quelle, mit bis zu 30 Prozent beziffert wird.

Foto: RWilling



Dies gelingt durch die regelmäßige Reinigung der Kondensatoren und Verdampfer, die Kontrolle der Kühlraumdichtigkeit oder der Optimierung der Einstellungen. Ebenso kann die Abwärmenutzung zur Warmwassererwärmung genutzt werden.

Küchengeräte

Grundsätzlich kann bei Neuanschaffungen auf energieeffiziente Geräte geachtet werden. Combisteam und Induktionskochherd sowie Wärmeschränke mit einer Dämmung von mehr als 4 Zentimetern sind hier zu empfehlen.

Warmwasser

In puncto Warmwasser kann geprüft werden, ob die Abwärme der Kälteanlage zur Vorwärmung genutzt werden kann. Zudem ist eine Temperatur von 55°Celsius völlig ausreichend. Ebenfalls kann der Elektroboiler in der Niedertarifzeit geladen werden. Wird das Warmwasser über die Heizanlage erzeugt, kann geprüft werden, die Geschirrspüler an das Warmwassernetz anzuschließen.

Heizungsanlage

Für die Räumlichkeiten reicht eine maximale Temperatur von 22°Celsius. Diese kann konstant mit einem Thermostatventil so eingestellt werden. Nach Betriebsschluss sowie in den Nebenräumen kann die Raumtemperatur niedriger liegen. Hinzu kommt, dass die Umwälzpumpe und Heizungsanlage auf die nötige Leistung hin geprüft werden kann. Meist sind diese zu groß.

Es gibt in diesem Kontext noch weitere Einsparmöglichkeiten. Wichtig ist, dass Sie selbst immer über aktuelle Informationen verfügen. Auch Gastro-Messen bringen neue Einsichten und Kontakte. Weiterhin können Sie selbst einzelne Prozesse prüfen, um Energiesparmaßnahmen einzuleiten.

(Autor: Florian Maier)