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Drucken 11-10-2020 | Markt & Trend | GastroWeb

Wer sich ziert, der verliert

Kerken im Oktober 2020

Gemeint ist die Präsenz im Internet. Online-Flagge zeigen im regionalen Umfeld - das ist die Devise!

Kein Gastronom sollte die rasant steigenden Online-Umsätze des Einzelhandels emotionslos an sich abprallen lassen.

Das EHI Retail Institute meldet für 2019:
" Die 1.000 umsatzstärksten Online-Shops haben 2019 die 50 Mrd EUR überschritten"

Was für Zuwächse werden wir dann wohl im Pandemie-Jahr 2020 erwarten können? Klar ist: sie werden gewaltig sein!

Natürlich sind dies keine Umsätze, die für die Gastronomie zu gewinnen wären. Aber es gilt auch bestehende Umsätze zu erhalten. Und für den einzelnen Gastronom bieten sich in seinem heimatlichen Umfeld auch immer zusätzliche individuelle Chancen.

UND

1. Der Gast orientiert sich zunehmend im Internet, bevor er ein Restaurant aufsucht. Wer hier nicht präsent ist, gewinnt den Gast nicht. Dabei werden die örtlichen Anbieter auch noch durch die Google-Suchmaschine besonders unterstützt. Das sollte man nutzen.

2. Der Gastronomie erwächst durch die Großflächen des Lebensmitteleinzelhandels und anderer stationären gut frequentierten Anbieter zunehmend Konkurrenz. Stichwort: Handelsgastronomie. Wenn die Gastronomie also keine internet-basierten eigenen Strategien entwickelt, wird sie automatisch verlieren.

3. Mit der Internet-Präsenz des Gastronomen lässt sich ein weiteres Standbein aufbauen: passende und vielleicht auch innovative Zusatz-Sortimente und Service-Leistungen. Hier ist Kreativität und Geschick des Gastronom gefragt. Wer besser mit Zahlen umgehen kann, wird seine Internetpräsenz zur Lieferplattform ausbauen. Wer dazu auch noch Kollegenbetriebe zur Liefer-Kooperation überzeugen kann, dem winken gleich 2 strategische Vorteile:

1. verliert er keine Spannen an die Deliveries dieser Welt und gerät nicht in deren Abhängigkeit.
2. wächst die eigene Lieferkooperation schnell in die Kostendeckung.

Also: die Zukunft wird H E U T E gebaut, morgen kann es zu spät sein,

meint Ihr Rainer Willing
Redakteur und Herausgeber gastronomie.de