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Drucken 31-01-2020 | Hotelunternehmen | Personalia

Dorf am See – Seehotel Niedernberg: Mutige Wege, neue Konzepte und Ideen

Karina Kull - Seehotel Niedernberg

Foto: © Markus Püttmann



Karina Kull Direktorin im Dorf am See vertraut ihrem Bauchgefühl
31. Januar 2020 | Seit etwas über einem Jahr hat Karina Kull nun als Direktorin das Ruder im Dorf am See – Seehotel Niedernberg in der Hand. Zwar ist sie schon seit 2003 im 106 Zimmer großen „Dorf" zwischen Aschaffenburg und Miltenberg tätig, als „Chefin" konnte und kann sie jedoch viele ihrer Ideen effektiv umsetzen und folgt dabei stets ihrem Bauchgefühl. Und tatsächlich ist in den letzten Monaten viel passiert: Das Dorf am See hat sich konzeptionell gewandelt, es wurde viel investiert und gebaut, neue Wege ist man bei der Akquise von neuen Mitarbeitern gegangen und nicht zuletzt – und das liegt Karina Kull besonders am Herzen – hat sich das Arbeitsklima unter den „Dorfbewohnern" eklatant verbessert. „Damit steht und fällt alles", so die Direktorin. „Ein Team muss Freude an der Arbeit haben, das spüren die Gäste."

Neue Wege: Erholung statt Feiern
Die wichtigste Veränderung war zweifelsohne die konzeptionelle Neuausrichtung des Hotels mit neuen Schwerpunkten auf die Bereiche „Wellness", „Erholung" und „Tagungen". Dazu wurde zum einen der Wellnessbereich umgebaut, renoviert und ergänzt: Im Angebot ist jetzt alles, was das erholungssuchende Wellness-, Beauty- und Massage-Herz begehrt. Damit das Dorf am See auch als neuer Wellness-Hotspot in der Region und „Hort der Ruhe und Erholung" wahrgenommen werden kann, ist Karina Kull zum anderen einen mutigen Schritt gegangen: Es gibt im Haus keine Hochzeitsfeiern oder andere laute Veranstaltungen mehr. Und es funktioniert: Die Spa-Auslastung ist gut und auch Tagesgäste kommen, um sich verwöhnen und mental fallen zu lassen. Dazu wird im Sommer auch die hoteleigene Insel mit langem Sandstrand, Beach-Club und privaten Lounge-Flächen sowie Tagesbetten genutzt: Mittelmeer-Feeling mitten in Franken.

Investitionen: Ein Herrenhaus und eine „Finca auf der Insel"

Millionen wurden in die Errichtung eines weiteren Gebäudes im Dorf-Ensemble investiert: das neue und stilvolle „Herrenhaus" mit seiner historisierenden Außenfassade verfügt über 27 Doppelzimmer. Karina Kull beschreibt es als „modern und gemütlich, nicht mondän, aber mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet". Nicht zuletzt Geschäftsreisende und Tagungsgäste wissen das dortige Flair sehr zu schätzen. Gemäß dem neuen Fokus wurde auch im Tagungsbereich erweitert: Seit dem letzten Frühling ist die neue „Finca auf der Insel" – komplett aus Holz gebaut und thematisch an die Balearen-Insel Ibiza angelehnt – der angesagte Tagungsraum im Dorf am See. Und wer edle Reben-Tropfen liebt, findet in der neuen REBLAUS ein uriges Kleinod der Weinkultur, das auch exklusiv gemietet werden kann.

Generationenmix für positives Arbeitsklima

Ein besonderes Augenmerk hat die Direktorin auf den Bereich HR-Recruiting und Mitarbeiterzufriedenheit gelegt. Nicht nur aus der Not, sondern aus ganz praktischen Gründen, initiierte sie ein „Senioren-Casting", um ältere Menschen, die noch keine Lust aufs Nichtstun haben, für einen Job in Teilzeit zu gewinnen. „Wir brauchen Arbeitskräfte. Lebenserfahrung, Zuverlässigkeit, Spaß am Arbeiten, im Umgang mit anderen Menschen und jungen Kollegen sind wertvolle Attribute, die leider oft ungenutzt bleiben", findet sie. Zudem sorgen ältere Mitarbeiter für einen Generationenmix, der das Arbeitsklima positiv beeinflusst. Auch sind Spät- und Quereinsteiger im Dorf am See sehr willkommen. Ihre Philosophie der offenen Tür, der Idee eines „echten Teams" und einer „Dorfgemeinschaft" tragen inzwischen Früchte: Probleme werden sofort und offen besprochen, der Wechsel in einen anderen Arbeitsbereich wird wohlwollend unterstützt, als Direktorin lebt sie das „Miteinander" exemplarisch vor und „es wird angenommen" – so Karina Kull. Der Vorsatz für 2020 lautet, den eingeschlagen Kurs weiter fortzusetzen.