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Drucken 12-06-2019 | Getränke-Einkauf (Gastronomie-System-Lieferanten)

Der Griff nach der unabhängigen GFGH-Kooperation GEVA: Ein Fall für das Bundeskartellamt

Kerken, den 12. Juni 2019 (ein Kommentar unseres Redakteurs Rainer Willing)
 
Immer ungenierter wird der Zugriff der Radeberger Gruppe / Oetker auf die nationalen Strukturen des Getränkefachgroßhandels. Und immer hilfloser erscheint der Getränkefachgroßhandel selbst. Als Krönung strategischer Mutlosigkeit tritt GEVA-AR und Geschäftsführung nun ins Licht der Branchen-Öffentlichkeit. Die GEVA-Gesellschafter sollen in den kommenden Tagen darüber entscheiden, ob sie für den Preis von 10 Mio EUR 51% ihrer Anteile an die FBS, ein JointVenture von Transgourmet und Oetker (Radeberger), verkaufen.

Der Preis allein schon offenbart die ganze Absurdität dieser "Partnerschaft". Da stehen den Kapital-strotzenden Managern aus einem immer größer werdenden Teil der Getränkeindustrie hilflose Getränkefachgroßhändler gegenüber, die mit dem Erbe ihrer Väter offensichtlich nichts mehr anzufangen wissen. Das ist nicht nur bedauerlich, es bringt auch eine ganze Branche in eine wettbewerbliche Schieflage, deren negative Folgen für die Kunden aus Handel und Gastronomie noch gar nicht absehbar sind. Jetzt ist das Bundeskartellamt gefordert. (Rainer Willing)