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Drucken 24-08-2020 | GastroWeb | Pandemie | Verschiedenes | Recht & Gesetz

Welche Rechtsform sich in der Gastronomie 2020 anbietet

Welche Rechtsform ist die Richtige für mich?

Foto: gastronomie.de


 Wer einen gastronomischen Betrieb eröffnen möchte, der muss sich im Jahr 2020 besonders vielen Herausforderungen stellen. Das liegt vor allem an der Corona-Krise, die die Gastronomie in Deutschland sehr stark beeinflusst. Zwar wird die Situation schon ein wenig besser, seitdem der Lockdown vorüber ist. Trotzdem bleibt die Lage angespannt und man sollte sich sehr gut überlegen, ob man wirklich einen gastronomischen Betrieb eröffnen will. Wer das getan hat und seine Pläne schon länger verfolgt oder sich optimal auf die aktuelle Lage eingestellt hat, der kann natürlich auch im Jahr 2020 Erfolg haben.Da in der Branche in Zukunft mit mehr Insolvenzen gerechnet wird, stellt sich gerade jetzt die Frage nach der passenden Rechtsform für einen gastronomischen Betrieb. Dieser Artikel soll zeigen, welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Rechtsformen haben und das Gründer unbedingt beachten sollten, wenn sie sich für die jeweilige Rechtsform entscheiden.

Der Klassiker - Das Einzelunternehmen
Das Einzelunternehmen ist gerade in der Gastronomie enorm beliebt. Das liegt vor allem daran, dass die Gründung relativ einfach ist und man, anders als bei anderen Rechtsformen, kein Mindestkapital benötigt. Auch die Eröffnung des Geschäftskontos ist für einen Einzelunternehmer recht unkompliziert. Wer ein Geschäftskonto für Einzelunternehmen bei Penta eröffnen möchte, der kann das enorm schnell und unkompliziert tun.
Der Nachteil bei einem Einzelunternehmen ist die Haftung. Wer sich für ein Einzelunternehmen entscheidet, der muss im Fall der Fälle mit seinem gesamten Privatvermögen haften. Weitere Informationen über die Haftung für Einzelunternehmer gibt es auf der Webseite der Initiative Deutschland Startet.

GbR - Optimal für eine Gründung mit einem Partner?
Wer gemeinsam mit einem Partner gründen möchte, der kann sich leider nicht für ein Einzelunternehmen entscheiden. Dann da ist es per Definition ausgeschlossen, dass es mehrere Unternehmer gibt. Allerdings ist dann eine GbR denkbar. Diese lässt sich ebenfalls sehr unkompliziert gründen und man hat die Möglichkeit, die Verträge sehr flexibel zu gestalten. Allerdings kann die Haftung hier ebenfalls zu einem Problem werden. Denn die Gesellschafter haften mit ihrem Privatvermögen. Wer seine Haftung beschränken möchte, der muss sich also für eine andere Gesellschaftsform entscheiden.

UG - Lohnt sich die kleine GmbH für Gastronomen?
Eine UG hebt sich primär dadurch von einer GmbH ab, dass das Mindestkapital lediglich ein Euro ist. Wer nicht genug Geld für eine GmbH hat, der kann also eine UG gründen. Die Kosten für die Gründung einer UG liegen im Bereich von mehreren hundert Euro und es gelten die Verpflichtungen, die auch für eine GmbH gelten. Gerade in der Gastronomie müssen Gründer sowieso relativ viel Geld mitbringen, damit sie die notwendigen Investitionen stemmen können. Aus diesem Grund ist es absolut unüblich, in der Gastronomie eine UG zu gründen.

GmbH - Beschränkte Haftung für den Unternehmer
Eine GmbH bietet den großen Vorteil, dass die Haftung auf die Einlage beschränkt ist. Wer eine GmbH mit dem Mindestkapital von 25.000 Euro gründet, der haftet auch nur mit diesem Geld. Es gibt zwar einige Ausnahmen, doch in der Regel wird die Haftungsbeschränkung auch bei einer Insolvenz bestand haben. 

Bei allen notwendigen Überlegungen zur Rechtsform bei der Gründung eines gastronomischen Unternehmens gilt zu allererst das Motto von Sternekoch Steffen Sonnenwald: „Tue nichts, hinter dem du nicht zu 100 Prozent stehst."  

Autor: Florian Mayer