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Drucken 16-04-2021 | Fakten, Fakes und Meinungen

Mangelndes Demokratie-Verständnis ...

... muss man nicht nur Armin Laschet ankreiden, sondern dem gesamten CDU-Präsidium. Wenn man die CDU-CSU Fraktion in ihrer Gesamtheit in die Bestimmung des gemeinsamen Kanzlerkandidaten einbezogen hätte, wäre es anständig und fair gewesen. Heute muss man dagegen von einer billigen Überrumpelungstaktik des Partei-Präsidiums gegenüber der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sprechen. Und dies stellt sogar den Wert des langjährigen (ewigen?) Bündnisses von CDU-CSU in Frage. Dass man angesichts der Aussperrung der Bundestagsabgeordneten bei den Corona-Beschlüssen ohnehin davon ausgehen musste, dass in den Fraktionen große Verärgerung vorherrscht und in der K-Frage die Fraktion nun nochmals außen vorgelassen werden sollte, ist schlicht instinktlos. Diese Vorgehensweise, die im Nachhinein von einigen Präsidiumsmitgliedern auch noch öffentlich für richtig kommentiert wird, zeigt zudem ein gravierendes Defizit in der Wahrnehmung. Ein Beleg für die Führungskompetenz eines Armin Laschet ist es jedenfalls nicht.
(Kommentar unseres Redakteur Rainer Willing)