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Drucken 04-07-2021 | Digitalisierung | Pandemie

Praktisch: Restaurantgäste mit dem Smartphone bezahlen lassen



Kunden zahlen heutzutage immer häufiger ohne Bargeld. Gerade in Zeiten der Pandemie hat die Zahlung mit der Karte und deren Akzeptanz auch in kleinen Läden und Gastrobetrieben deutlich zugenommen. Wenn Restaurantbetriebe es für ihre Gäste noch einfacher machen wollen, dann gibt es eine weitere Möglichkeit: Ganz bequem mit dem Smartphone. Immer mehr Kunden verlangen Flexibilität bei den Bezahlmethoden. Mit einem fähigen Lesegerät können alle Kundenwünsche bedient werden.

Praktisch für die Gäste
Der Besuch im Restaurant neigt sich dem Ende zu und es kommt die Rechnung. Nun müssen die Gäste erst einmal den Geldbeutel finden, die passenden Scheine und Münzen auswählen, Trinkgeld hinzurechnen und neues Wechselgeld zurückbekommen. Das dauert nicht nur lange, sondern kostet die wertvolle Zeit der Angestellten. Noch dazu verzichten immer mehr Menschen aus hygienischen Gründen auf Bargeld, welches ständig den Besitzer wechselt.

Dank der NFC-Technologie geht das Bezahlen zum Glück längst auch mit dem Smartphone. Dieses ist meist ohnehin mit von der Partie und kann daher auch nicht so schnell vergessen werden. Der Vorgang dauert nur wenige Minuten. Geringe Summen werden in der Regel ohne die Eingabe einer PIN oder einer Unterschrift akzeptiert. Bei höheren Beträgen muss die PIN eingetippt werden.

Das sind die Vorteile der Zahlung mit dem Smartphone
Das Zahlen mit dem Smartphone ist deutlich schneller als mit Bargeld oder der Karte. Das Handy ist meist direkt in der Hosentasche und muss lediglich an das Lesegerät gehalten werden. Damit lohnt sich die Technik für Restaurants und andere gastronomische Betriebe, denn es lässt sich jede Menge Zeit sparen.

Das Bezahlen mit dem Handy ist sicher und einfach für die Gäste und den Restaurantbetreiber. Die Benutzer haben auf dem Smartphone alle Ausgaben übersichtlich auf einen Blick griffbereit und können genau analysieren, was wie viel gekostet hat oder wie viel im Monat für welche Dinge ausgegeben werden.

So funktioniert die NFC-Technik beim Bezahlen mit dem Smartphone
In Deutschland wird im Gegensatz zu vielen anderen Ländern nach wie vor gerne mit Bargeld bezahlt. Der Zahlung mit der Karte wird oft nicht so ganz getraut und Rechnungen mit dem Smartphone zu bezahlen, erscheint für die Kunden und Gäste auf den ersten Blick noch einmal undurchsichtiger. Doch mit Corona ändern sich die Zeiten und immer mehr Klienten greifen nun zum Bezahlen auch auf ihr Mobiltelefon zurück.

Dabei steckt dahinter eine einfache und sichere Technologie. Für den Gast braucht es lediglich die Aktivierung des NFC-Chips und eine passende App auf dem Smartphone.

Auf Restaurantseite braucht es das passende Kartenlesegerät. Die Auswahl ist groß und für den Betrieb zählt oft Schnelligkeit und einfache Bedienung.
Das Verfahren gilt dabei als ebenso sicher und transparent wie das Bezahlen mit der Karte und wird von Verbraucherzentralen regelmäßig überprüft. So arbeitet die NFC Technik mit der derzeit sichersten Verschlüsselung auf dem Markt. Banken, Anbieter und Verkäufer haben einen zusätzlichen Schutz eingebaut, in dem der Nutzer bei Summen über 25 Euro seine Geheimnummer eingeben muss.

Das braucht es für die kontaktlose Zahlung im Restaurant
Bevor Gäste das Abendessen im Restaurant mit dem Smartphone begleichen können, sind drei Schritte notwendig. Zuerst braucht es ein Smartphone mit einem eingebauten NFC-Chips für einen Datenaustausch, der drahtlos abläuft. Fast alle neuen Geräte und Einsteiger- oder Mittelklasse-Smartphones verfügen über einen solchen Chip.
Im Anschluss muss ein Bezahldienst installiert werden. Es gibt viele praktische Apps und ohne verstecke Kosten. Dort werden dann alle Zahlungsinformationen hinterlegt.

Wenn Restaurants diese Zahlungsart anbieten, dann kennzeichnen sie dies für die Gäste mit einem entsprechenden Symbol am Eingangsbereich oder an der Kasse.

Technische Anforderung für das Restaurant
Technisch ist nicht viel nötig: Lediglich das richtige NFC-Lesegerät, das mit Ihrem Kassensystem verbunden wird und schon kann es losgehen.
Viele moderne Zahlungssysteme bieten eigene Lesegeräte zur Auswahl. Diese können gemietet oder gekauft werden. Es gibt unterschiedliche Bezahlungsmodelle, wie Anbieter, die Kommissionen nehmen oder fixe Kosten im Monat berechnen. Welches System für das Restaurant, die Bar oder das Café das richtige ist, hängt von den Ansprüchen und dem Umsatz ab.

Diese Technik steckt hinter der Bezahlung mit dem Smartphone
NFC-Technologie kurz erklärt: Die Abkürzung dabei steht für Near Field Communication, was in der deutschen Sprache nichts anders bedeutet als Nahfeldkommunikation. Mit der Technik werden Daten ohne Berührung oder direkte Verbindung ausgetauscht. Dabei dürfen das Smartphone und das Lesegerät allerdings nicht weiter voneinander entfernt sein als vier Zentimeter.

Per Funk werden dann die Bezahldaten ausgetauscht, ähnlich wie bei einer Datenübertragung von einem alten Smartphone zum neuen Smartphone. Da der Austausch allerdings deutlich langsamer stattfindet, als mittels Bluetooth eignet sich NFC für kleinere Datenmengen. Das ist beim Bezahlvorgang der Fall. Hier werden die nötigen Informationen direkt vom jeweiligen Server der App übertragen.

Durch die hinterlegten Zahlungsdaten kann die Summe schnell und transparent aufgebraucht werden. Noch dazu werden alle Vorgänge aufgezeichnet, sodass sie sich jederzeit nachverfolgen lassen. Das bietet maximalen Schutz bei den Zahlungsvorgängen und noch dazu haben die Nutzer genau im Überblick wie viel Geld wann, wo und wofür ausgegeben werden. Der Trend zum Bezahlen mit dem Handy zeichnet sich auch in Deutschland ab – wenn auch langsamer als in anderen Ländern – auch Gastronomiebetriebe sollten daher nicht nachstehen und diese Zahlungsmöglichkeit anbieten.

Autorin: Agnieszka Kropelnicka (EU Experte bei SumUp)