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Drucken 29-11-2018 | Dienstleistungen | Digitalisierung

Kartenzahlung wird stetig beliebter

pixabay - (c)StockSnap

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Die Deutschen mögen ihr Bargeld, aber dennoch befindet sich die Kartenzahlung beständig auf dem Vormarsch. Bis zu einem Status wie in Skandinavien, wo in Restaurants und Bars teilweise gar kein Bargeld mehr angenommen wird, dauert es bei uns noch, aber der Trend zeigt in Richtung der bargeldlosen Zahlung.

Schon im Jahr 2017 haben nur noch rund ein Viertel der deutschen Gastronomen ausschließlich Bargeld akzeptiert, wie eine Studie des Kassenherstellers Orderbird und der Kreditkartenfirma MasterCard gezeigt hat. Rund 70% der Befragten sehen hingegen die Kartenzahlung in ihren Restaurants und Bars als sehr wichtiges Zahlungsmittel an.

Natürlich tendiert solch eine Studie in eine klare Richtung, wenn sie von Firmen durchgeführt wird, die vom bargeldlosen Bezahlen leben. Dennoch zeigt sich auch hier der Trend, den die Bundesbank mit einer weiteren Studie bestätigt: „„Bargeld bleibt am beliebtesten, aber Kartenzahlungen legen zu“, sagt Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele zu den Ergebnissen. Zu dem gleichen Ergebnis kommt auch Milan Klesper. Er betreibt unter www.bezahlexperten.de/kartenzahlung/ einen Ratgeber rund um das Thema, klärt Interessenten über die Kosten und Einzelheiten auf und bietet Kartenterminals mit entsprechenden Verträgen an: „Es kommt immer häufiger vor, dass uns Gastronomen anrufen und – O-Ton ‚jetzt dann doch mal endlich ein Kartenlesegerät anschaffen wollen‘*, berichtet er.

Die Kunden verlangen halt immer öfter nach der Möglichkeit, mit EC- oder Kreditkarte zu zahlen und wer als Gastronom seine Kunden auf Dauer glücklich und zufrieden machen will, muss eben auch über das Thema Kartenzahlung nachdenken bzw. sich darauf einlassen. Insbesondere ab Beträgen von 50 Euro, die in Restaurants und Bars ja nicht unüblich sind, wird mittlerweile überwiegend mit Karte gezahlt. Und dann wieder vor allem per EC-Karte – ca. 90% der bargeldlosen Zahlungsvorgänge laufen so ab. Das hat auch Vorteile für die Gastronomen, denn mit unter 0,3% Gebühren vom Zahlungsbetrag ist dies die günstigste Variante. Kreditkarten wie Visa und MasterCard kosten meist 1,5 – 3% Gebühren, sind aber vor allem bei einem hohen Anteil ausländischer Gäste unabdingbar.

Auch eine weitere Sorge bestätigt sich im Alltag nicht – nämlich, dass die Kunden bei Kartenzahlung weniger Trinkgeld geben. „Die Beträge sind sehr vergleichbar, egal ob Bar- oder Kartenzahlung“, sagt z.B. ein Kölner Restaurantbetreiber. „Und da moderne Kartenterminals eine entsprechende Trinkgeldfunktion haben, kann ich diese Einnahmen auch sehr gut buchen und an meine Mitarbeiter weiterreichen.“

Fazit: Schon für ca. 15 Euro Fixkosten + variable Gebühren kann man die Zahlung per EC- oder Kreditkarte haben. Für solch geringe Preise kann man seine Gäste schon zufriedener stellen.
(Autor: Marcel Bender)