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Drucken 06-06-2013 | Restaurants | Tourismus-Infos

Die Kornhaus-Story - ein kulinarisches Denkmal

Dessau im November 2012 und am 6. Juni 2013- Das stellt man sich nicht einfach vor: ein gastronomisches Wohlfühl-Ambiente unter umfangreichen Denkmalschutz-Auflagen des nüchternen Bauhaus-Architektur-Stils zu einer erfolgreichen Harmonie zu führen.

Foto: gastronomie.de

Blick vom Deichweg flußaufwärts

Die gleiche Aufnahmeposition am 6. Juni 2013 in Erwartung des Pegelhöchststandes:

Foto: Tobias Gröger, SAGA-Getränke

Erfolgreich muss das gastronomische Konzept schon sein, wenn die Menschen zum Verweilen, Schauen, Entspannen und Geniessen immer wiederkommen sollen. Nur dann erfüllt auch das Denkmal seine Funktion: Geist und Seele an den guten historischen Leistungen vergangener Generationen zu erfreuen und damit zu beweisen, dass eben doch nicht Alles umsonst ist und Gutes gepflegt und erhalten werden kann, auch über das eigene Leben hinaus.  

Blick in die Elbeauen flussabwärts

Ein Eindruck wie ein Gemälde, der Blick vom Kornhaus-Restaurant "Elbeblick" aus.

Die gleiche Aufnahmeposition am 6.Juni 2013. Aus der träumerischen Elbaue ist die rot-braun aufgewühlte Elbe gefährlich an die Deichkronen herangeschwollen:

Foto: Tobias Gröger, SAGA-Getränke

  

Um ein Gefühl für diese anspruchsvolle Herausforderung zu bekommen, muss man wissen, was dieser Bauhaus-Stil eigentlich ist. Es ist ein extrem nüchterner, der Funktionalität verpflichteter architektonischer Gegenentwurf zu der allgegenwärtigen Macht und Größe demonstrierenden Architektur seiner Zeit. Kein Wunder, dass Walter Gropius und seine Schüler nicht die Gunst des politischen Establishments genossen und mehr auf der Flucht, als bei der Arbeit waren: 1925 von Weimar nach Dessau wegen fehlender Unterstützung ihrer Kunstschule durch das Land Thüringen, 1932 von Dessau kurze Zeit nach Berlin, bis die Nazis die Schule 1933 auflösten. Unbewußt trugen die Nazis damit zur Verbreitung des Bauhausstils in die ganze Welt bei, denn viele Lehrer wie Schüler emigrierten danach in alle Welt. So setzen sich am Ende immer wieder die Dinge durch, die den Menschen Nutzen und Freude bringen. Mehr lesen Sie bei Wikipedia.

Bild: gastronomie.de

Oberer Eingangsbereich und Außengastronomie

Zurück zum Kornhaus:

Die Stadt Dessau hatte die beliebte Ausflugsgaststätte "Kornhaus-Restaurant" mangels gastronomischen Erfolgs 2011 schließen müssen. Dann fand sie sich doch noch, die Kornhaus-Betreiber GmbH mit der engagierten und schon zu DDR-Zeiten in der Stadt bestens bekannten und geschätzten Regina Gröger in der geschäftsführenden Verantwortung. Nach "umfangreichen Erneuerungsarbeiten mit dem Ziel, möglichst den Originalzustand des Kornhausgebäudes von 1930 zu erreichen..." (hier mehr lesen)   folgte Anfang Oktober die Neueröffnung.

Wer das Kornhaus besucht, hat drei Erlebnisse auf einmal: ein unvergesslicher Blick auf eine der schönsten Flussabschnitte der Elbe, den leiblichen Genuß hervorragender gastronomischer Leistungen und die Freundlichkeit der Menschen, ob Dessauer oder weit gereiste Gäste. Man läßt sich von der Faszination dieses schönen Fleckens wohl auch inspirieren.

copyright Kornhaus-Dessau.de

Küchenchef Gerald Schulze und Sous-Chef Hannes Schatz

Sie legen Wert auf Frische und gesunden Genuß und wann immer es geht mit Produkten aus dem heimischen Umfeld: die Küchenchefs

Freundlich, hilfsbereit und korrekt der Service; schmackhaft, abwechslungsreich und vielseitig die Küche. So kommen Dessauer, wie Besucher immer wieder gern zum Kornhaus Dessau am Elbebogen zurück.

Redakteur Rainer Willing, gastronomie.de AG

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Hier lohnt auch ein virtueller Besuch

Bild: www.kornhaus-dessau.de